Winterwonderland Trekking Harz

Ausblick auf dem verschneiten Harz mit Wintersonne mit jubelnder Teilnehmerin - mehr dazu im Blogbeitrag
Richtiger Winter ist in unseren Breitengraden ja echt selten geworden. Umso größer ist die Freude über richtigen Schnee in der kalten Jahreszeit. Und da das Mittelgebirge und insbesondere der Harz für seine schneesicheren Verhältnisse bekannte ist zieht es mich oft hierher.

Richtiger Winter ist in unseren Breitengraden ja echt selten geworden. Meistens ist es eher nasskalt und grau. Umso größer ist die Freude über richtigen Schnee in der kalten Jahreszeit. Der taut im Flachland allerdings verlässlich schnell wieder weg. 

Umso mehr zieht es mich in die Mittelgebirge im Winter, insbesondere in den Harz. Der ist nämlich recht schneesicher. Da es dieses Jahr wegen des Beherbergungsverbots keine Übernachtungen in örtlichen Ferienwohnunngen möglich war blieb nur eine Übernachtungsmöglichkeit: die Schutzhütten. Nachdem ich das an einem Wochenende im Januar selbst für mich ausprobiert hatte, meldete sich Sheida bei mir. 

Sie hatte auch diese Sehnsucht, mal so richtig in ein Winterwonderland einzutauchen. Wir verabredeten das letzte Wochenende im Januar und gingen vorher die komplette Ausrüstungs-Checkliste durch. Denn unter den winterlichen Bedingungen im Harz war es noch wichtiger, die richtige Ausrüstung und Kleidung dabei zu haben. 

Sonne über dem Wolkenmeer auf dem Brockenplateau mit begeisterter Wintertrekkingteilnehmerin ..mehr dazu im Blogbeitrag
Über den Wolken auf dem Brocken
Ausblick auf dem verschneiten Harz mit Wintersonne mit jubelnder Teilnehmerin - mehr dazu im Blogbeitrag
Ein Winter - Sonnengruß mit Brockenblick

Auf dem Weg in den Harz

wurden wir auf der Autobahn schon vom Winter überrascht. Der Winterdienst schien auch im Homeoffice zu sein. Aus vorherigen Harzbesuchen wusste ich aber, dass die Straßen im Harz selbst dagegen immer im gut geräumten Zustand sind. Und so war es dann auch. Auf den Harzer Winterdienst ist Verlass. Wir konnten problemlos zum Startpunkt unserer Harztour nach Oderbrück fahren. Bevor es mit dem Trekkingrucksack in den verschneiten Wald ging, konnte ich Sheida noch für eine Runde Langlaufski fahren begeistern. Genauer gesagt nahmen wir uns die „Achtermann“ – Loipe vor. In Oderbrück kann man nämlich unkompliziert Langlauf-Ausrüstung beim „The Cabin“ – Stand ausleihen.

Die Grundbewegung beim klassischen Fahren hatte ich Sheida schnell erklärt und schon zischte wir über die frisch gespurte Loipe. So wurden wir noch einmal gut durch gewärmt. Das Wichtigste beim längeren Aufenthalt im Winter sind Bewegung und ausreichende Flüssigkeit & Nahrung für den Körper. Deshalb gönnten wir uns nach der Langläufer – Einheit noch einen heißen Saft und ein zimtiges Franzbrötchen am Leihstand.

Mit den Rucksäcken in den Harz

Frisch gestärkt ging es danach für uns mit unseren Rucksäcken in den winterlichen Harz. 2 Tage wollten wir  ins Winterwonderland abtauchen. Dafür hatte ich vorher eine passende Runde ausgesucht. Unsere erste Schutzhütte hatten wir pünktlich zum Einbruch der Dunkelheit erreicht. Sie war idyllisch gelegen und wir breiteten unsere Sachen gleich auf den Sitzablagen aus. 

Kerzenlicht finde ich im Schnee immer besonders schön, weshalb ich immer Kerzen dabei habe. Außerdem spart das den Akku der Kopflampe, der wie viele andere Akkus bei Minusgraden nicht so lange durchhält. Das einzige Manko der Hütte waren die Fenster. Wer sägt denn bitte Fenster in eine Schutzhütte, vor allem in Windrichtung ?! Es zog also ab und zu in unserer Hütte. Ein leckeres warmes Abendessen und ganz viel Yogi-Tee hielten uns warm. Schnee zum Kochen hatten wir ja genug. 

Der Handyakku hatte auch noch saft

Also schlug ich Sheida eine kleine Tanz-Einlage vor. Mit der Musik von „Seeed“ wurde uns schnell warm und die Muskulatur wurde dabei auch noch durchgelockert. Endlich mal wieder tanzen! Draußen finde ich das auch viel schöner als in dunklen Clubs. Gut durch gewärmt und angenehm platt krochen wir in unseren Schlafsack und schliefen schnell ein, obwohl der Wind mit dem Fensterschmuck klimperte. Am Morgen lag eine leichte Schneeschicht auf unseren Schlafsäcken, die durch die Fenster herein geweht worden war. 

Meine erste Handlung jenseits des Schlafsack bestand darin, Schneetee zu kochen. Die Gaskartusche hatte ich mit in den Schlafsack genommen. Denn Wintergas war vorher in sämtlichen Outdoor – Läden schnell ausverkauft gewesen. Als wir unser erstes wärmende Getränk genossen, bekamen wir Besuch. Andreas war eh im Harz zum Laufen unterwegs und hatte mich vorher angeschrieben. Er wollte uns ein Stück begleiten und hatte sogar Bio- Glühwein für uns mitgebracht. 😍 Kurz nachdem wir aufgebrochen waren, kam dann auch endlich die Sonne raus und alles um uns herum glitzert. 

Im Mondlicht wirkt das Elbsandsteingebirge ganz magisch
Teilnehmerin im Winterwald bei er Wintertrekkingtour im Harz - mehr dazu im Blogbeitrag
Der Harz hat im Winter eine ganz besondere winterliche Magie

Ein perfektes Winterwonderland

Andreas verabschiedete sich irgendwann von uns. Sheida liefen weiter Richtung Brocken, dem höchsten und meist gut besuchten Punkt im Harz. Wir genossen erst einmal die wärmenden Sonnenstrahlen bei einer kleinen Mittagspause. Auf dem Brocken hielt sich noch eine Nebelwolken. Ich hatte aber trotzdem das Gefühl, dass es sinnvoller war, noch am Nachmittag auf den höchsten Berg im Norden zu laufen als am Sonntag dann. 

Wir liefen also immer weiter bergauf. Die Brocken Bahn fuhr den ganzen Winter. Deshalb waren deutlich weniger Touristen im Harz, trotz des sonnigen Winterwetters. Auf der Brockenstraße, dem letzten Kilometer vor dem Gipfel, tauchten wir in die Nebelwolken ein. Ich war immer noch zuversichtlich, dass der Nebel aufreißen würde. Tatsächlich, kurz vor dem Brocken Stein, riss die Wolkendecke auf und wir konnten auf ein wunderschönes Wolkenmeer blicken. Was für ein besonderer Moment! Und wir hatten den Brockengipfel fast für uns allein. Winterwonderland deluxe! 

Bevor die Sonne untergeht, wollten wir aber noch an unserer Schutzhütte ankommen. Pünktlich zur Dämmerung trafen wir dort ein. Es war komplett klar und still um uns herum, denn die letzten Tage wanderer hatten sich mit uns auf den Weg ins Tal gemacht. Wir hatten gefühlt den ganzen Wald für uns. Unsere Schutzhütte war so viel besser als die der Vornacht. Sie hatte nämlich keine Fenster, dafür aber ganz viel Aussicht. Was für eine tolle Abendstimmung! Den leckeren Glühwein genossen wir bei Kerzenschein zu unserem Kartoffelbrei und einem Stück Käse.

Blick aus der Schutzhütte im Oberharz mit Kerzenlicht
Hüttenromantik mit Kerzenschein im Schnee

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Iwi, Gründerin von Roaming for Roots, ist eine passionierte Naturliebhaberin. Sie liebt es, Outdoor unterwegs zu sein und ihre Mitmenschen für das einfache Draußensein zu begeistern und sie dahin zu begleiten.

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